IVAM-Befragung 2014: Stimmung der deutschen Mikro- und Nanotechnikbranche spürbar gestiegen

06.03.2014
Für die Unternehmen der Mikrotechnik, Nanotechnik, neuen Materialien und optischen Technologien in Deutschland ist das Geschäft 2013 genauso gelaufen, wie die Branche es Anfang des Jahres vorhergesagt hat: auf einem konstanten Niveau. 2014 soll es besser werden. Die Wachstumserwartungen der Unternehmen sind zwar nicht überschwänglich, aber so positiv wie seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr. Aufträge, Produktion und Absatz sollen 2014 merklich zunehmen. Ausgenommen von dem Optimismus sind die Bereiche Personal und Finanzierung: Bei den Mitarbeiterzahlen wird Stagnation erwartet, die Finanzierungssituation könnte 2014 sogar einen neuen Tiefpunkt erreichen.

Dieses Lage- und Stimmungsbild, das sich aus der aktuellen Datenerhebung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik ergibt, deckt sich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und den Prognosen für 2014. Laut Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2013 nur um 0,4 Prozent gestiegen – so gering wie zuletzt im Krisenjahr 2009. Für 2014 sagt das Ifo-Institut für die deutsche Wirtschaft ein kräftiges Wachstum voraus. Vor allem Exporte sollen wieder zunehmen.

Noch besteht ein Risiko, dass aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklungen und politische Konflikte dem vorhergesagten Aufschwung in Deutschland einen Dämpfer versetzen. Die Schwankung der Währungskurse in einigen großen Schwellenländern und die instabile Konjunktur in den USA gelten zum Beispiel als Unsicherheitsfaktoren. Falls sich die Krim-Krise verschärft und westliche Staaten Sanktionen gegen Russland verhängen – einen der wichtigsten Zulieferer der EU von Erdgas und Erdöl – könnten Engpässen bei der Energieversorgung und höhere Energiepreise die Konjunkturentwicklung bremsen. Eine spürbare Belastung der EU- oder Weltwirtschaft wird von Wirtschaftsexperten hierdurch momentan aber nicht erwartet.