IVAM-Befragung 2013: Wechselhafte Wirtschaftslage hinterlässt Spuren in der Mikrotechnik-Branche

27.03.2013 Nachdem die Unternehmen der Mikrotechnik, Nanotechnik und neuen Materialien in Europa vor einem Jahr noch recht optimistisch auf das Jahr 2012 geschaut haben, haben die Euro-Schuldenkrise und die instabile Wirtschaftslage nun auch in dieser Branche Spuren hinterlassen.

Der jüngsten Datenerhebung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik zufolge hat sich die Geschäftslage im Jahr 2012 im Vergleich zur Lage im Vorjahr verschlechtert. Während sich die Personal- und Auftragslage etwas verbessert haben und die Produktion und Exportzahlen überwiegend stabil geblieben ist, sind die Absatzzahlen zurückgegangen. Und immer noch stellt das Fehlen finanzieller Mittel für die strategische Unternehmensentwicklung, Expansion oder Investition in Innovationen ein zentrales Problem dar. Gerade einmal 7 % der Unternehmen hatten 2012 mehr Mittel für die Unternehmensfinanzierung zur Verfügung als im Vorjahr; nur 16 % waren 2012 in der Lage, mehr zu investieren als im Vorjahr.


Für 2013 erwartet die Branche einen leichten Aufwärtstrend. Etwas mehr als die Hälfte (56 %) der europäischen Unternehmen erwartet, sich 2013 gegenüber 2012 zu verbessern.

Die Frage, wie es 2013 mit Europas Wirtschaft weitergeht, ist im Angesicht der Euro-Schuldenkrise und schwer zu beantworten. Die Konjunkturprognosen verschiedener Institutionen für die Euro-Zone schaffen momentan eher Verwirrung als ein klares Bild von der Wirtschaftslage. Die Erwartungen für 2013 werden immer wieder korrigiert – in der Regel nach unten. Negative Prognosen bergen die Gefahr, dass sie die am Wirtschaftsleben Beteiligten vorsichtig agieren lassen und damit das Innovationsklima beeinträchtigen. Unternehmen wie auch Finanzinstitute sind weniger risikofreudig, darunter könnten insbesondere innovative Zulieferer mit hochspezialisierten Produkten zu leiden.
 
IVAM blickt daher mit Spannung auf das Jahr 2013 und die Ergebnisse der nächsten Datenerhebung in der Branche.