25.06.2026

Kunststoffoptiken auf dem Vormarsch: Qualifizierungsprojekt für einen Zukunftsmarkt gestartet

25.06.2026

Kunststoffoptiken gewinnen in zahlreichen Hightech-Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Ob in der Medizintechnik, Sensorik, Automobilindustrie oder Consumer Electronics, leichte, kosteneffiziente und funktionsintegrierte Optiklösungen eröffnen neue Möglichkeiten für innovative Produkte und wirtschaftliche Fertigungsprozesse. Mit dem Projekt „WiUp4U-Kunststoffoptik“ startet das Kunststoff-Institut Lüdenscheid in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine praxisorientierte Qualifizierungsinitiative, die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette auf die steigenden Anforderungen dieses Zukunftsmarktes vorbereitet.

Praxisnahes Wissen für die Herstellung von Kunststoffoptiken

Kunststoffoptiken gelten als vielversprechende Alternative zu Glaslinsen. Gleichzeitig stellt ihre Entwicklung und Fertigung – insbesondere bei abbildenden Linsen – hohe Anforderungen an Materialauswahl, Werkzeugtechnik und Spritzgießprozess. Bereits in frühen Entwicklungsphasen müssen geeignete Werkstoffe und Fertigungsverfahren sorgfältig bewertet werden. Häufig ist die Kombination verschiedener Sonderverfahren erforderlich, um die gewünschten optischen Eigenschaften wirtschaftlich zu realisieren.

Das Verbundprojekt vermittelt aktuelles Wissen zur spritzgießtechnischen Herstellung von Kunststoffoptiken und verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Anwendungsbeispielen. Behandelt werden unter anderem lichttechnische Kunststoffe wie PC, PMMA und PMMI, Werkzeug- und Verfahrenstechnik, Werkzeugstähle und Bearbeitungstechnologien für optische Oberflächen sowie Beschichtungen. Ergänzt werden die Inhalte durch den Vergleich von Simulation und Praxis, innovative Temperiertechnologien, Sonderverfahren sowie Ansätze für das Prototyping von Kunststoffoptiken.

Austausch, Vernetzung und Qualifizierung

Neben der fachlichen Weiterbildung bietet das Projekt Raum für den Austausch mit Projektpartnern und externen Expertinnen und Experten. Ziel ist es, spezialisiertes Know-how aufzubauen, technologische Kompetenzen zu erweitern und Markt- sowie Anwendungspotenziale besser einschätzen zu können.

Der Projektstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Mit einer Laufzeit von neun Monaten soll aktuelles Wissen schnell in die industrielle Praxis überführt werden. Das Angebot richtet sich an Zulieferer, OEMs, Entwicklung, Werkzeugbau und -konstruktion, Spritzgussunternehmen sowie Material- und Rohstoffhersteller und Anbieter von Normalien und Heißkanalsystemen. Unternehmen, die sich frühzeitig im wachsenden Markt der Kunststoffoptiken positionieren möchten, können sich bereits jetzt über eine Teilnahme informieren.

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