12.05.2010

Beim NRW Mädchen-Technik-Kongress am 5. Juli in Dortmund beweisen Schülerinnen, dass Technik Spaß macht

12.05.2010

Mädchen sind eben Mädchen – und sie machen Sachen nun mal anders als Jungen. Sie interessieren sich für andere Dinge, reden über andere Themen und finden andere Fragen spannend. Das heißt aber noch lange nicht, dass Mädchen weniger Talent für Technik haben. Beim Mädchen-Technik-Kongress am 5. Juli in Dortmund beweisen Schülerinnen das Gegenteil und zeigen anderen Mädchen was in ihnen steckt. Ziel unserer Veranstaltung ist es, Mädchen im Alter von etwa 12 bis 16 Jahren an die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) heranzuführen und für damit verbundene Berufe zu begeistern.

Im Vorfeld des NRW Mädchen-Technik-Kongresses, der am 5. Juli 2010 in der Dortmunder DASA stattfinden wird, informierten die Veranstalter am 11. Mai 2010 im Rahmen des 4. Runden Tischs des Projekts „mäta“  über Konzept und die Planung des Kongresses und beleuchteten die Hintergründe.

„Beim NRW Mädchen-Technik-Kongress wollen wir die Neugier und das Interesse von Schülerinnen an Hochtechnologien wecken und nachhaltig stärken“, sagte Dr. Christine Neuy, Geschäftsführerin des IVAM Fachverbands für Mikrotechnik am Dienstag in Dortmund. „Mit unserer zielgruppengerechten Internetseite www.maedchen-technik-talente.de, die seit den Osterferien online ist, wollen wir möglichst viele Mädchen neugierig auf die Veranstaltung machen und möglichst viele Lehrkräfte zum Mitmachen bewegen.“    

Harriet Ellwein, die bei der Wirtschaftsförderung Dortmund zuständig für Fragen der Nachwuchsförderung und Fachkräfteentwicklung ist, hält Aktionen wie den Mädchen-Technik-Kongress für immens wichtig, um zukünftigen Generationen den Eintritt in die Wissensgesellschaft zu erleichtern. “Gerade der Strukturwandel in unserer Region bringt ein neues Qualifikationsgefüge mit sich“, erläutert Ellwein. „Unser Bildungssystem braucht Zeit sich darauf einzustellen. Daher ist es wichtig frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, die in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft umgesetzt werden. Die Wirtschaftsförderung versteht sich hier als Moderatorin zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaft.“ 
  
„Durch G8 wurde der Physik-Unterricht in Abhängigkeit vom Vorhanden sein von Physik-Lehrkräften an einigen Schulen von 3 Jahren in der Mittelstufe auf 2 Jahre gekürzt“, erläutert Oberstudienrätin Barbara Reichwein ein weiteres Problem. „Damit werden zwar noch immer die Grundlagen für die Oberstufe gelegt, jedoch kommt das freie Experimentieren oft zu kurz. Zudem schlagen neuere Ansätze der reflexiven Koedukation vor, Mädchen in den MINT-Fächern in reinen Mädchen-Gruppen zu unterrichten, um ihnen einen Freiraum zu bieten, während der identitätsstiftenden Phase der Pubertät ihr Faible für diese Fächer austesten zu können. Dies kann die Schule fast nicht mehr leisten“, sagte Reichwein weiter. „Der Kongress bietet hier die Chance, Mädchen unter diesem Aspekt zusammen zu bringen. Hier könnte dieser Freiraum entstehen.“

Die Mädchen können bei der Veranstaltung, die kurz vor den großen Ferien in NRW stattfindet, aus mehreren Projekten bzw. Workshops zwei Wunschthemen auswählen, an denen sie dann vormittags bzw. nachmittags praktisch arbeiten. Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dortmund präsentiert ihr Projekt „Klein – kleiner – winzig: Die Nanotechnologie stellt sich vor“ anhand eines Stationenparcours. Darüber hinaus wird es einen Berufsparcours geben und bei der Aktion des Kitz.DO können Mädchen elektronische Schaltungen einrichten. Im Nanotruck können sich die Schülerinnen über die Anwendungsfelder der Nanotechnologie informieren und in der DASA mit dem Rasterelektronenmikroskop winzige Strukturen mikroskopieren.

Abgerundet wird dieser Erlebnistag durch Auftritte der Physikanten, die mit ihrer Wissenschaftsshow die unterhaltsame Seite von Technik und Naturwissenschaften zeigen.

Lehrkräfte können sich noch bis zum 21. Mai mit Schülerinnengruppen anmelden. Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Die Organisatoren unterstützen die Schulen gerne mit einem Mobilitätskonzept zur optimierten An- und Abreise am 5. Juli. Weitere Informationen finden Sie unter www.maedchen-technik-talente.de

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