Industrie 4.0: Schutzbrille ab, Datenbrille auf

Anwendungsszenario für Datenbrillen als Produktionsunterstützung in der Automobilbranche
Quelle: Fraunhofer FEP
19.09.2018 Zukünftig bestimmen intelligente Fabriken maßgeblich die Art und Weise wie in Deutschland produziert und gearbeitet wird. Schutzhelme mit integrierten Mikrodisplays oder kombinierten Datenbrillen werden in naher Zukunft Produktionsstrecken überwachen, den Arbeiter über Gefahren informieren oder Lagerplätze einblenden.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP in Dresden sind spezialisiert auf die Entwicklung von speziellen Mikrodisplays für AR- und VR-Datenbrillen, welche in der Industrie 4.0, Medizin, Automotive oder Freizeit Anwendung finden können. Die Mikrodisplays basieren auf der OLED-auf-Silizium-Technologie. Im Unterschied zu anderen Displayarten wird für OLED-Mikrodisplays keine zusätzliche Beleuchtung benötigt, da diese selbstleuchtend sind. Sie ermöglichen so vereinfachte Optiken und deutlich höhere Kontrastverhältnisse. Darüber hinaus kann eine Kamerafunktion direkt in das Display integriert und damit eine Steuerung mit den Augen ermöglicht werden.

Das jeweilige Displaykonzept und Parameter wie Auflösung, Pixelgröße und Zusatzfunktionen können je nach Anwendung z.B. zur Zustandsüberwachung, in der Logistik oder Produktion variiert und kombiniert werden. Die Bandbreite reicht u.a. von höchstaufgelösten Mikrodisplays in extended-full-HD für AR/VR über ultra-low-power-Varianten für Wearables. Evaluations-Kits als Entwicklungswerkzeuge sind erhältlich.

Kontakt: Ines Schedwill, Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
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