Der planare XY-Scanner „PIXIE“ basiert auf einer neuartigen Architektur, die den klassischen Aufbau von Galvanometerscannern grundlegend verändert. Während konventionelle Systeme häufig groß und schwer sind, benötigt die neue Lösung rund 90 Prozent weniger Bauraum und wiegt nur etwa ein Zehntel herkömmlicher Scanner. Gleichzeitig erreicht das System eine deutlich höhere Geschwindigkeit und reduziert die Größe der Laserfoki erheblich. Diese Kombination aus Miniaturisierung und Performance eröffnet neue Möglichkeiten für industrielle Anwendungen – insbesondere dort, wo hohe Präzision und Geschwindigkeit gefragt sind.
Ein zentraler Vorteil der Technologie liegt in ihrer Eignung für die parallelisierte Bearbeitung. Moderne Hochleistungslaser werden zunehmend so eingesetzt, dass ein einzelner Strahl in mehrere Teilstrahlen aufgeteilt wird. Der PIXIE-Scanner kann diese unabhängig voneinander steuern und damit die Effizienz von Produktionsprozessen deutlich steigern. Damit adressiert das Spin-off insbesondere Anwendungen in der industriellen Fertigung, bei denen Durchsatz und Prozessgeschwindigkeit entscheidend sind.
Die technologische Grundlage des Systems ist ein sogenannter planarer Galvanometerscanner. Dieser vereint Eigenschaften klassischer Galvanometersysteme mit denen mikroelektromechanischer Scanner (MOEMS). Der entscheidende Unterschied: Spiegel und Antrieb sind in einer kompakten Einheit integriert.
Das Antriebskonzept basiert auf der Lorentzkraft und ermöglicht eine besonders schnelle und präzise Bewegung des Spiegels. Dadurch lassen sich Laserstrahlen hochdynamisch und exakt positionieren – ein entscheidender Vorteil für anspruchsvolle Anwendungen, etwa in der Mikrobearbeitung oder Medizintechnik.
Hinter dem Spin-off steht ein interdisziplinäres Team aus Forschung und Entwicklung. Die technologische Basis wurde am Fraunhofer ILT in Aachen geschaffen und ist bereits patentiert. Zur weiteren Entwicklung und Markteinführung wird das Vorhaben im Rahmen des Programms „EXIST-Forschungstransfer“ gefördert. Innerhalb von 18 Monaten soll die Technologie zur Marktreife gebracht werden.
Neben der industriellen Lasermaterialbearbeitung sieht das Team weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa in der laserbasierten Medizintechnik. Durch die Skalierbarkeit des Systems sind auch Anwendungen mit großen Spiegelaperturen und Hochleistungslasern denkbar. Mit dem Spin-off-Projekt unterstreicht das Fraunhofer ILT erneut seine Rolle als Treiber für Technologietransfer und Innovation. Die Entwicklung zeigt, wie aus Forschungsergebnissen konkrete industrielle Lösungen entstehen – mit dem Potenzial, bestehende Prozesse grundlegend zu verändern.
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