21.10.2011

4. NRW Nano-Konferenz in Dortmund - Die Nanotechnologie ist Schlüssel für relevante Zukunftsfragen

Die 4. NRW Nano-Konferenz in Dortmund
Quelle: IVAM
21.10.2011
Referenten, Aussteller und Veranstalter blicken auf einen sehr erfolgreichen Verlauf der 4. NRW Nano-Konferenz zurück: Mit über 500 Anmeldungen wurde die Teilnehmerzahl vom vergangenen Jahr nochmals übertroffen. Mehr als 60 Aussteller präsentierten in der großen Begleitausstellung ihre Produkte und Dienstleistungen.
 
Zum Auftakt der Konferenz wurden jeweils die vier zentralen Themen „Gesundheit“, „Sicherheit“, „Mobilität“ und „Energie“ in einem Experten-Übersichtvortrag dargestellt. Jedes der Themen wurde am zweiten Tag durch Vorträge von Experten aus Wissenschaft und Industrie vertieft. Im Bereich der Mobilität sind Carbon-Nano-Tubes und nanostrukturierte Teilchen von besonderer Bedeutung, um Gewicht bei Bauteilen zu sparen, ohne Festigkeitsverluste hinnehmen zu müssen. Dass die Sicherheit beim Thema Nano ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, wurde in Vorträgen zur öffentlichen und politischen Risikobetrachtung deutlich. Aufklärung ist notwendig und Regelwerke müssen her - zur Vermeidung von Unsicherheiten bei Produzenten und Anwendern von Nanoprodukten. Fachbeiträge zum Thema Gesundheit beleuchteten die Aspekte der Nanotechnologie im Zusammenhang mit der Molekularmedizin. Personalisierte Zelltherapie und gezielte Zellmanipulation traf in den Expertenvorträgen auf eine interessierte Zuhörerschaft.
 
Im Rahmen einer Expertengruppe und des Workshops „Energie“ wurden relevante Zukunftsfragen diskutiert. Im Plenarvortrag der Expertenrunde stellte Prof. Schmechel von der Universität Duisburg grundlegende Lösungsansätze für zukünftige Energiefragen vor: Basis hierfür ist der Einsatz neuartiger Materialien, welcher durch Nanotechnologie ermöglicht wird. Nano-Materialien liefern einen wesentlichen Beitrag für innovative Lösungen bei der Erzeugung, beim Transport und der Speicherung von elektrischer Energie. Damit können auch in Zukunft die drei Säulen der Energieversorgung (Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit) aufrecht erhalten werden.

IVAM Mitglied Duropan präsentierte ein besonders nachhaltiges, auf Nanotechnologie basierendes Energiekonzept: Dr. Beck, Geschäftsführer der Duropan GmbH, veranschaulichte in seinem Vortrag der Session „Energie“ am zweiten Konferenztag, wie durch Energierückgewinnung aus Abwärmenutzung enorme Kosten eingespart werden können: An einem realen Modellbeispiel aus der Stahlindustrie verdeutlichte Dr. Beck, dass durch den Einsatz dieses Verfahrens bei erkaltenden Stahlerzeugnissen Erlöse von bis zu EUR 126 Mio. erwirtschaftet werden können. Basis hierfür ist die Nanotechnologie, welche die hohe Effizienz der thermoelektrischen Generatoren ermöglicht.

Ein besonderes Highlight an beiden Veranstaltungstagen waren die 4-minütigen Firmen-Kurzpräsentationen. Die 4. NRW Nano-Konferenz mit begleitender Ausstellung wurde vom Innovationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit der Stadt Dortmund, dem Cluster NanoMikro+Werkstoffe, dem Kompetenzzentrum MST.factory dortmund und dem IVAM Fachverband für Mikrotechnik veranstaltet und organisiert.

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