11.07.2022

Recycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte


Quelle: istock.com/VectorMine
11.07.2022

Im Oktober 2022 startet am Kunststoff-Institut Lüdenscheid ein Verbundprojekt mit dem Titel „Reycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte“ und einer Laufzeit von 1,5 Jahren.

Aufgrund der hohen Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche, beschäftigt die Thematik Rezyklat-Einsatz derzeit viele Unternehmen. Allerdings sind die Hemmnisse Recyclingmaterial einzusetzen teils noch sehr hoch. Das ist u.a. auf Aspekte wie Beschaffung, Preis und Materialqualität zurückzuführen. 

Rezyklate in bestehenden Prozessen und Produkten für technische Anwendungen einsetzen

Das aktuelle Verbundprojekt „Recycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte“, das im Oktober 2022 bereits startet, soll dabei unterstützen, Rezyklate in bestehenden Prozessen und Produkten für technische Anwendungen einzusetzen. Um die Verwendung sekundärer Kunststoffe erfolgreich zu ermöglichen, erarbeitet das Kunststoff-Institut in dem Projekt eine praxisnahe und systematische Herangehensweise. 

Marktübersicht zu Beschaffungsmöglichkeiten von Recyclingmaterialien

Das Projekt bietet neben einer ausführlichen Darlegung der geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der Beantwortung der brennendsten Fragen rund um das Thema Rezyklat-Einsatz eine Marktübersicht zu Beschaffungsmöglichkeiten von Recyclingmaterialien. In praktischen Untersuchungen werden verschiedene Rezyklate hinsichtlich ihrer Qualität nach der DIN SPEC 91446 klassifiziert und in Kombination mit Neuware hinsichtlich ihrer mechanischen und rheologischen Eigenschaften untersucht.

Marker-Technologie soll Recyclingfähigkeit erhöhen

Zudem wird die sogenannte Marker-Technologie ins Auge gefasst, bei der die Recyclingfähigkeit von Kunststoffprodukten dadurch erhöht werden kann, dass die Bauteile mittels Marker-Additive gekennzeichnet und mit spezifischen Informationen versehen werden können. Diese Technologie wird vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Form von Pfandsystemen der eignen Kunststoffteile fokussiert.

Kontakt: Hanna Steffen, Kunststoff-Institut Lüdenscheid
steffen@kimw.de

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