MES-Einstieg für den Mittelstand: Digitale Fertigungsprozesse "out of the box"


Quelle: camLine Dresden GmbH
09.07.2020

Längst differenzieren sich Mittelständler im weltweiten Wettbewerb durch ihre Effizienz, Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Fertigung. Hierfür wurden Manufacturing Execution Systems geschaffen. Und mit einer schlanken modularen Lösung, die schnell betriebsbereit ist, gelingt der Einstieg in die digitale Fertigung auch leicht im Mittelstand.

Wie Studien belegen, bilden mehr als 80 Prozent der mittelständischen Industriebetriebe ihre kaufmännischen Prozesse in einem ERP-System ab. Ganz anders stellt sich die Situation beim Einsatz von Manufacturing Execution Systems (MES) dar. Der steckt im produzierenden Mittelstand meist noch in den Kinderschuhen, wie eine Umfrage von Pierre Audoin Consultants (PAC) zeigt. Daten zu Rüst- und Ausfallzeiten, zu Fertig-, Gut- und Ausschussmengen oder zur Maschineneffektivität (Overall Equipment Effectiveness, OEE), aber auch Qualitätsmeldungen werden in vielen Betrieben immer noch dezentral erfasst – in Excel-Dateien, selbst entwickelten Datenbanken und Lösungen, zum Teil noch auf Papier. So gesammelte Produktions- und Prozessdaten müssen dann aufwendig von Hand zusammengeführt werden, um daraus Produktionskennzahlen (KPIs) zu gewinnen, die sich weiter auswerten lassen. Das ist fehleranfällig und geht zulasten der Datenqualität. Vor allem aber verschleiert diese inhomogene Datenbasis die Sicht auf das Geschehen in der Fertigung, sodass Optimierungspotenzial in den produktionsnahen Prozessen oft nur unzureichend ausgeschöpft wird. Auch eine lückenlose Rückverfolgung von Materialien, Bauteilen und Rohstoffen wird nahezu unmöglich. Dabei ist gerade das Tracking und Tracing eine wichtige Voraussetzung, um die Richtlinien des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) oder der Good Manufacturing Practice (GMP) einzuhalten und damit etwaigen Ansprüchen aus der Produkthaftung zuvorzukommen.

Schneller Einstieg für kleine und mittelständische Firmen

Um auch kleinen und mittelständischen Firmen den Umstieg auf digitale Fertigungsprozesse und IT-gestütztes Tracking und Tracing zu erleichtern, sollte eine Systemeinführung schnell und sicher erfolgen können. Etwa in Form einer schlanken und flexibel skalierbaren Anwendung, die sich in wenigen Wochen implementieren lässt und die Erfassung von Produktions- und Prozessdaten ohne aufwändige Anlagenintegration ermöglicht. Das gilt speziell für Unternehmen, die ihre Fertigung zunächst nicht IT-gestützt steuern wollen und daher auch keine Live-Daten aus ihren Maschinen benötigen. Visualisiert die Lösung zudem Kennzahlen, etwa zu Durchsatz, Ausschuss, Produkthistorie oder zur OEE, schafft das die Transparenz, um Schwachstellen in den Fertigungsprozessen zu erkennen, ihre Ursachen zu ermitteln und Optimierungsmaßnahmen einzuleiten.

Implementierung ohne große Anpassungen

Mit InFrame Synapse MES Mini von camLine ist bereits eine Lösung auf dem Markt, die genau auf diese Bedürfnisse ausgerichtet ist. Die webbasierte, modulare Anwendung kann ‚out of the box‘ innerhalb von vier Wochen implementiert und in Betrieb genommen werden. Die Erfassung von Daten und Werten aus den produktionsnahen Systemen gestaltet sich mit der Lösung recht einfach. Eine Funktion sammelt semi-automatisch die Produktions- und Prozessdaten, die von den Maschinen oder den Steuerungen in Form von Text- oder Excel-Dateien bereitgestellt werden: zum Beispiel Prozesszeiten und -parameter, Produkt-IDs, Zeitstempel, Auslastungen, Stillstände, Betriebszeiten und Alarme, aber auch qualifizierende Daten wie Bestellnummer, Verbrauchsmaterial oder Messpositionen.

Im eigenen Tempo skalieren

Die Manufacturing-Lösung ist skalierbar und wächst mit dem Unternehmen mit. Zum einen lässt sich ihre technische Infrastruktur an das Datenvolumen, die Anzahl der Einzelserver, Cluster, Maschinen oder die Datenquellen anpassen. Zum anderen kann der Funktionsumfang durch den modularen Aufbau der Anwendung relativ einfach Schritt für Schritt bis hin zu einem vollumfänglichen MES ausgebaut werden. InFrame Synapse MES Mini basiert auf dem kostenlosen MySQL Community Server und läuft somit auf allen gängigen Betriebssystemplattformen (Windows/Linux), zusätzliche Datenbankserver sind nicht erforderlich. Da die Anwendung mit den übrigen im Unternehmen verwendeten IT-Lösungen verknüpft werden kann, lassen sich die produktionsnah erhobenen Daten auch in die kaufmännischen Prozesse einbinden. Auf diese Weise kann die Produktion flexibler auf Marktschwankungen reagieren und auch die Qualität der Produkte lässt sich kontinuierlich verbessern.  

Ein ausführlicher Fachbeitrag zum Thema ist in der Fachzeitschrift IT&Production www.it-production.com erschienen.

Kontakt: Hannes Große, camLine Dresden GmbH
hannes.grosse@camline.com